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Ausgespielt

Vielen Spielwarenherstellern hat es kurz vor dem für die Branche so wichtigen Weihnachtsfest die Stimmung verhagelt. Ausgerechnet in der umsatzträchtigsten Jahreszeit holen die strukturellen Probleme der Branche namhafte Hersteller und Händler ein.

04.12.2017
(c) Thinkstock/M-image

Leuchtende Kinderaugen, ellenlange Wunschzettel, spendierfreudige Eltern und Großeltern – so soll es sein in den entscheidenden Wochen und Monaten vor den Weihnachtsfeiertagen. Nichts, aber auch gar nichts darf schieflaufen in der Hauptsaison des Spielzeugvertriebs, wenn die Spielwarenbranche innerhalb weniger Wochen fast 30 Prozent ihres gesamten Jahresumsatzes einfährt. Das Lächeln der Verkäufer muss sitzen, die Werbebotschaften müssen perfekt platziert, die Trends in Kindergärten und Schulen gesetzt sein, und kein Lieferengpass, kein fehlerhaftes Produkt darf die Freude am Spielzeugkauf verderben. Wenn es um das Weihnachtsgeschäft geht, verstehen Spielwarenhersteller und Spielzeughändler keinen Spaß.

Dieses Jahr fällt es vielen Unternehmen der Branche allerdings schwer, die besinnlich-fröhliche Fassade aufrecht zu halten. Mit dem weltweit tätigen US-Konzern ToysRUs hat einer der weltweit wichtigsten stationären Spielzeughändler Ende September in den USA Insolvenz angemeldet. Zwar bemühen sich seither alle Beteiligten, die Bedeutung dieser Nachricht herunterzuspielen: Die sogenannte „Chapter 11“-Insolvenz nach amerikanischem Recht sei keine Pleite, sondern die Chance, sich während einer Phase des Gläubigerschutzes neu aufzustellen, heißt es aus dem Unternehmen. Das Geschäft der Filialen außerhalb der USA sei nicht betroffen. Das Weihnachtsgeschäft gehe auf jeden Fall und unter allen Umständen ungestört weiter. Doch schon wenige Wochen später wurden die tatsächlichen Auswirkungen der ToysRUs-Krise klar: Mattel, der nach Umsatz zweitgrößte Spielehersteller der Welt und einer der größten ToysRUs-Gläubiger, meldete einen hohen Quartalsverlust und setzte Dividendenzahlungen an seine Aktionäre aus. Die Folge: Der drittgrößte Spielzeugkonzern der Welt, Hasbro, der nur etwa halb so viele ausstehende Forderungen an ToysRUs verkraften muss wie der etwas größere Konkurrent Mattel, plant nun dessen Übernahme. Es lässt sich kaum verbergen, dass der Markt für Spielwaren sich mitten in einem tiefgreifenden Umbruch befindet, der selbst die Größten der Branche vor sich her treibt.

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